Ronda baut wieder mechanische Uhrwerke – das R150 (Serie mecano)

Update 15.04.2018:
Das neue Werk ist nun wirklich verfügbar. Hier ein Blick ins Innere des R150: Das Ronda R150 unter der Lupe

Der Schweizer Werkehersteller Ronda ist weithin bekannt für seine Quarzwerke. Nur wenige wissen, dass Ronda früher auch mechanische Werke gebaut hat. Auf der diesjährigen Baselworld hat Ronda nun endlich wieder ein neues mechanisches Werk vorgestellt, das mecano R150:

[Quelle: Datenblatt zum Ronda R150]
[Quelle: ronda.ch Datenblatt zum Ronda R150]

Neben Sellita, Soprod und einigen anderen Herstellern, reiht sich also auch Ronda in die Riege derer ein, die der durch die ETA herbeigeführten Verknappung der ETA-Werke entgegen wirken. Viele kleine Uhrenhersteller werden dankbar für jede Schweizer Alternative sein, da es für sie immer schwieriges wird, ETA-Werke einzukaufen. Sie decken sich heute schon zunehmend in Asien ein, etwa bei Miyota in Japan oder Sea-Gull in China. So wird das R150 auch direkt als Alternative zum ETA 2824-2 positioniert, ist aber aufgrund einer um 0,2 mm geringern Höhe nicht einbaukompatibel.

Das Dreizeiger-Automatik-Werk hat 11 1/2 Linien (26 mm) Durchmesser, 25 Steine, 28.800 A/h, eine Gangreserve von etwa 40 Stunden, ein Datum und Sekundenstopp.
Ronda plant Stückzahlen von mehreren 100.000 pro Jahr. Der Zielpreis liegt bei etwa 66 CHF.

[Quelle: Datenblatt zum Ronda R150]
[Quelle: ronda.ch Datenblatt zum Ronda R150]
Ein Teil der Komponenten wird in Asien hergestellt, etwa in Thailand, die Montage erfolgt aber in der Schweiz.

Mit ersten lieferbaren Exemplaren des Werkes ist wohl nicht vor Anfang des Jahres 2017 zu rechnen. Wenn dieser erste Wurf gelingt, dürfte Ronda die mecano-Familie nach und nach um weitere Werke ergänzen. Vielleicht sehen wir in einigen Jahren sogar ein Chronographenwerk von Ronda. Oder gar eine Wiederbelebung der Ronda-Werke mit Mikrorotor. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

 

2 Gedanken zu „Ronda baut wieder mechanische Uhrwerke – das R150 (Serie mecano)“

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